Die 6. O’Neill Evolution ist am Samstagabend mit den Finals erfolgreich zu Ende gegangen. In der prallgefüllten Arena am Bolgen Jakobshorn in Davos gewannen die Kanadier mit Spencer O’Brian bei den Damen und Mark McMorris bei den Herren. Schweizer Beteiligung beim 6Star TTR Big Air Final gab es nur bei den Damen. Sina Candrian (Flims) flog auf den guten zweiten Platz.
Nach dem Eindunkeln füllte sich der Bolgen Jakobshorn immer mehr mit Fans und Zuschauern. Die Stimmung in der rappelvollen Arena war sehr gut. Die 16 Finalisten boten begleitet von Lichtshows ein Feuerwerk an technisch sehr anspruchsvollen Tricks. Rechtzeitig für den Final konnte auch der grössere der beiden Sprünge trotz leichtem Schneefall benutzt werden. Dieser ermöglichte Flüge von rund 35 Meter Weite und 2.5 Sekunden Airtime.
Hochstehender Big Air Final
Am besten nutzte diese Airtime der Kanadier Mark McMorris. Mit einem lupenreinen Backside Double Cork 1260 Mute Grab und einem Gap Switch Hardway 270 out am Rail verbesserte er seinen zweiten Platz vom letzten Jahr. «Es ist unglaublich. Eric Willet und die anderen sprangen so gut. Mein Vorsprung ist unglaublich knapp». Eric Willet (USA) musste sich mit seinem Switch Backside Cork 1260 Mute Grab und Lipslide 270 out an der Wall dem zweiten Platz begnügen. Seppe Smits (BEL) zauberte in seinem dritten Run einen Cab 1440 Mute Grab und ein Gap Cab 270 Frontboard am Rail heraus und landete damit auf dem dritten Platz.
Neben 1000 Punkten für die TTR Rangliste nimmt Morris auch 40'000 US Dollar Preisgeld nach Hause. Hitsch Haller (Zernez) übernimmt derweil mit seinem 17. Platz die Führung im TTR Overall Ranking. Willet erobert mit seinem zweiten Rang den ersten Platz im TTR Big Air Ranking.
Sina Candrian rettet mit ihrem zweiten Platz die Schweizer Ehre
Was für ein Resultat. Sina Candrian (Flims) auf Rang 1 und Isabel Derungs (Zürich) auf Rang 2. Leider aber nur im Halbfinal. Den beiden Schweizer Girls gelangen dort ihre Runs wunschgemäss. Die Ausgangslage für den Final war somit bestens. Dort drehte dann allerdings die noch drittplatzierte Spencer O’Brien (CAN) auf. In ihrem zweiten Run landete sie einen sauber ausgeführten Frontside Nosebone perfekt und zeigte einen stylishen Gap Frontboard auf dem Rail. Damit übernahm sie die klare Führung, die sie nicht mehr abgab. Candrian gelang ebenfalls einen tollen zweiten Run mit einem Frontside 720 Melon Grab und einem Noseslide auf der Wall, was ihr den zweiten Schlussrang bescherte. Ihr 720 bekam aber etwas weniger Punkte als der von O’Brien. Mit einem Strahlen im Gesicht erklärt sie: «Ich hab den Support des Publikums gespürt und mich sehr darüber gefreut. Für den ersten Platz hätte ich einfach mehr Gas geben müssen». Mehr Gas hat Isabel Derungs in ihrem ersten Run gegeben. Leider flog sie etwas zu weit mit ihrem Backside Rodeo 540 und fiel. «Ich wollte nach dem 2. Platz im Halbfinal noch mehr zeigen. L!eider hab ich dann die richtige Dosis nicht mehr gefunden und konnte keinen der Sprünge sicher landen». Schlussendlich landete sie auf dem 8. Platz. Mit dem zweiten Platz ist Candrian nicht nur definitiv für die TTR World Snowboarding Championships in Oslo vom 12. bis 19. Februar qualifiziert, sie nimmt auch einen Check über 10’000 US Dollar mit nach Hause.
Zufriedene Veranstalter
Obwohl die ganze Event-Woche im Zeichen von Schneefall stand, konnten die wichtigen Wettkämpfe der 6. O’Neill Evolution durchgeführt werden. Der Eventverantwortliche der Bergbahnen Davos Klosters, André Rellstab, sagt zufrieden: «Auf der einen Seite haben wir uns natürlich sehr über die starken Schneefälle gefreut. Was gibt es Schöneres für Snowboarder als Powdern. Für uns bedeutete es allerdings einen grossen Mehraufwand. Praktisch jeden Tag mussten grosse Schneemengen vom Parcours geräumt werden und Absprung und Landung neu geshapet werden. Der Aufwand hat sich aber gelohnt. Wir wurden mit einem Final auf höchstem Niveau und einem tollen Publikum belohnt.
Mehr Informationen zur O’Neill Evolution unter www.oneill.com/evolution und www.ttrworldtour.co!